FAQ mündliche Beurteilungsprüfung

Um was handelt es sich?

Welches sind die Zulassungsbedingungen?

Wann muss man sich einschreiben?

Wie muss man sich einschreiben?

Woraus besteht das Prüfungsprogramm?

Sie möchten über anstehende Prüfungen informiert werden?

Um was handelt es sich?

Der „dritte Weg“ steht nur Kandidaten offen, die mindestens 20 Jahre Berufserfahrung im juristischen Bereich aufweisen. Die Anzahl der Personen, die auf diesem Weg Zugang zur Magistratur erhalten, ist begrenzt.

Welches sind die Zulassungsbedingungen?

Sie müssen den Beruf des Rechtsanwalts während zwanzig Jahren als hauptberufliche Tätigkeit ausgeübt haben oder diese Tätigkeit während fünfzehn Jahren als hauptberufliche Tätigkeit und während mindestens fünf weiteren Jahren eine Tätigkeit ausgeübt haben, deren Ausübung eine gute Kenntnis des Rechts erfordert.

Wann muss man sich einschreiben?

Die mündliche Beurteilungsprüfung wird jedes Halbjahr organisiert. Die Kandidaturen können das ganze Jahr über eingereicht werden. Die Einschreibungsperioden laufen vom 1. Januar bis zum 30. Juni einschließlich und vom 1. Juli bis zum 31. Dezember einschließlich. Sie nehmen dann jeweils an der Prüfung teil, die im Laufe des Halbjahres stattfindet, das auf dasjenige folgt, während dem Sie sich eingeschrieben haben.

Wie muss man sich einschreiben?

Per Einschreibebrief, der zu richten ist an:

Den Präsidenten des Hohen Justizrates
Rue de la Croix de Fer 67
1000 Brüssel

In Ihrem Begleitschreiben müssen Sie anführen, dass Sie sich für die mündliche Beurteilungsprüfung einschreiben. Geben Sie ebenfalls die Materie an, die Sie für Ihre Unterhaltung mit der Gruppe „juristische Kenntnisse“ wählen. Bei Strafe der Nichtzulassung müssen Sie Ihrem Schreiben folgenden Dokumente beifügen:

1. einen Auszug aus der Geburtsurkunde;

2. einen Lebenslauf. Zu diesem Zweck müssen Sie das Standardformular benutzen, das Sie unter der Rubrik „verbundene Dokumente“ finden;

3. eine Kopie Ihrer Lizenz oder Ihres Masters der Rechte, die das Datum der Eidesleistung und der Eintragung bei der Rechtsanwaltskammer anführt;

4. eine Bescheinigung des Präsidenten der Anwaltskammer, die die erforderliche Erfahrung innerhalb der Anwaltschaft beweist. Die Kandidaten, die nur eine fünfzehnjährige Berufserfahrung in Form einer Haupttätigkeit innerhalb einer Anwaltschaft nachweisen können, fügen die notwendigen Unterlagen bei, die beweisen, dass sie während mindestens 5 weiteren Jahren eine Tätigkeit ausgeübt haben, die eine gute Kenntnis des Rechts erfordert; 

5. ein Beleg, der die Dauer der Mitgliedschaft als selbstständiger hauptberuflich tätiger Rechtsanwalt bei einer Sozialversicherungskasse belegt. 

Woraus besteht das Prüfungsprogramm?

Die Prüfung besteht in einer Unterredung mit drei Anhörungsgruppen, die innerhalb der Ernennungs- und Stellenzuweisungskommission gebildet werden.

Jede Anhörungsgruppe ist damit beauftragt, einen spezifischen Bereich zu bewerten:

1. eine Gruppe ist damit beauftragt, die Motivation des Kandidaten und die Auffassung, die er von seiner künftigen beruflichen Karriere hat, zu bewerten;

2. eine Gruppe ist damit beauftragt, die Rechtskenntnisse des Kandidaten zu bewerten;

3. eine Gruppe ist damit beauftragt, die Eignung des Kandidaten im Hinblick auf die Magistratstätigkeit (Kommunikation, Qualität des Ausdrucks, Beschlussfähigkeit, Kollegialität, Selbstbeherrschung, Anpassungsfähigkeit, geistige Aufgeschlossenheit und Engagement) zu bewerten.

Was die Unterredung mit der unter 2) angeführten Gruppe anbelangt, hat der Kandidat die Wahl zwischen vier Materienbereichen:

• Zivilrecht, einschließlich des Gerichtsverfahrensrechts,

• Wirtschafts- und Handelsrecht, einschließlich des Gerichtsverfahrensrechts,

• Strafrecht, einschließlich des Strafverfahrens,

• Sozialrecht, einschließlich des Gerichtsverfahrensrechts.

Während den Gesprächen verfügt der Kandidat über keinerlei schriftliche Notizen. Er kann allerdings seine Gesetzbücher mit sich führen.

Zwecks Bewertung der verschiedenen Kandidaten verfügen die Mitglieder der Ernennungs- und Stellenzuweisungskommission ebenfalls pro Kandidat über eine Stellungnahme des Vertreters der Anwaltschaft, bei der der Kandidat eingetragen ist (war).

Diejenigen, die die Prüfung mit Erfolg abgelegt haben, werden während drei Jahren ab dem Datum der Erteilung des Beurteilungszeugnisses von der beruflichen Befähigungsprüfung freigestellt.

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